Nichtoffener einphasiger freiraumplanerischer Wettbewerb nach VgV und RPW 2013 Duisburg | Freiraum Wedau-Süd | Freiraumkonzept und Freianlagen Südfläche

Auslober: GEBAG Duisburger Baugesellschaft mbH
          gemeinsam mit der DB Immobilien Region West, Köln
 
Freiraumplanerischer Wettbewerb: 2017
 
UNVERKENNBAR!

Die städtebauliche Erweiterung des bahnhistorisch geprägten Stadtteils Wedau stellt einen wichtigen Baustein in der Entwicklung der Stadt Duisburg als Wohnstandort dar. Die Sechs-Seen-Platte liefert hierzu mit ihren ausgedehnten Wasserflächen, dem guten Sport- und Freizeitangebot sowie ihrem intensiv vernetzten und weitläufigen Freiraumsystem ein erstklassiges und unverwechselbares Wohnumfeld. Die Bildung von charismatischen Quartieren mit jeweils eigenständigen und besonderen Freiräumen schafft Identifikation und ermöglicht gesellschaftliches Miteinander. Als Gestaltungsgrundsatz gilt: Freiraum für alle, barrierefrei und sicher, robust, aber abwechslungsreich und unverkennbar.

Zentrale Bausteine des Freiraums sind die langgestreckte Promenade am Ostufer des Masurensees sowie der Park am Wasserturm, der in Verbindung mit den historischen Bahngebäuden, das kulturelle Zentrum des Gesamtareals bildet. So entsteht die Marke des gesamten Quartiers, mit dem neuen Bezug zum Wasser, den Kiesbänken als überall gegenwärtiges Sediment der Rheinterrasse, dem städtisch-urbanen Seebalkon mit Flächen für die Außengastronomie, einem weiten Blick auf bewaldete Uferlinien und dem Wasserturm als unverkennbares Signet und industriekulturelles Erbe.

 

Nichtoffener Wettbewerb nach RPW Neubau Kita und Begegnungszentrum LernOrt Horrem

Auslober: Stadt Dormagen
 
Nichtoffener Wettbewerb: Anerkennung 2016
 
Zentraler Bestandteil in der Gestaltung des Freiraums ist die Morphologie der neuen Gebäudeteile. Wie das Gebäude der Kindertagesstätte entwickelt sich der Außenraum mit freien Formen bis an die bestehenden Außenkanten.  Die ehemals ebenflächige Topografie wird um die dritte Dimension erweitert, so dass eine vielfältige und abwechslungsreiche Spiel- und Lernlandschaft entsteht.

Der platzartige Schulhof umspielt das Zentrum, verbindet Nord- und Südseite barrierefrei  und wird so zum Bindeglied auf dem Weg durch den LernOrt Horrem. Neues Herzstück der Anlage ist die Freifläche der Kindertagestätte. Ein Zusammenspiel aus Malwänden, freier Sandspielfläche und großzügigem Raum für Schaukeln und Rutschen sowie immer wieder frei geschwungene Pflanzbereiche mit Verstecken aus Zwergweiden und Haselnusssträuchern bildet einen abwechslungsreichen Außenraum. Ein Labyrinth aus Hainbuchenhecken sowie geschützt gelegene Beetflächen bieten kreative Spielbereiche. In der Gesamtheit entsteht ein Garten für Kinder, der Kindergarten.

Der südlich des Schulgebäudes gelegene Schulgarten erhält eine vollständig neue Topografie. Die ehemals ausgeräumte und ebenflächige Freifläche wird lebendig modelliert, neigt sich zum Schulgebäude, erschließt dieses auf kurzem Wege und wird so zum grünen Klassenzimmer. Das bei den Schülern beliebte Seilspielgerät wird in diese Landschaft integriert und um eine Hangrutsche ergänzt. Bindeglied zwischen Schulhof und Schulgarten ist eine großzügige, geschwungene Anlage aus Sitzstufen, die durch strahlenförmig angeordnete Mauersegmente unterbrochen wird.

Innerhalb der Gesamtgestaltung kommt der Ausbildung der Eingangssituationen eine besondere Bedeutung zu. Im Sinne einer Öffnung der Anlage und einer Verknüpfung des LernOrts mit dem Quartier wird der südliche Zugang platzartig ausgestaltet. Unter Erhalt des Wohngebäudes und der zwei bestehenden, großen Linden erschließt eine PKW-Zufahrt zehn Stellplätze, während ein separater Zugang für einen sicheren fußläufigen Zugang sorgt. Eine Elternhaltestelle ermöglicht ein sicheres Ankommen und Aussteigen von Kindern, die von Ihren Eltern mit dem PKW zur Schule gebracht werden.

Mit der freien Gestaltung der Außenbereiche soll der LernOrt Horren um eine LernOase erweitert werden. Das Spiel mit der Höhe und das intensive Miteinander sind die wesentlichen Elemente der Gestaltung. Das Zusammenpiel von Innen und Außen, von Kleinen und Großen und das Nebeneinander von Lauten und Leisen bietet Freiraum für alle Nutzer dieses Ortes.

In Zusammenarbeit mit elkin + brombach architekten, Köln

 

Stadt Lünen Guterachterverfahren zur Umgestaltung der ehemaligen Wassertreppe am Rathaus

Auslober: Stadt Lünen, Förderverein für Kunst und Kultur Lünen e.V.

Gutachterverfahren: 2012, 1.Rang

Bei der Umgestaltung des Vorplatzes steht die konsequente Fortsetzung der ursprünglichen Architektur-Idee im Vordergrund. Die Wasserfläche wird durch die Anlage einer begehbaren, illuminierten Glasfläche neu interpretiert. Durch wellenförmige ausweitende Lichtkreise, die die Glasfläche erhellen, wird Licht_blau zum Kern des neuen Platzes. Tagsüber spiegelt sich der Lüner Himmel in dem um ca. 15 cm angehobenen Plateau und taucht es in Farbtöne von türkis bis lichtblau. Breite Sitzbänke aus Weißbeton bilden eine innere Platzkante, schaffen Raum für Aufenthalt und Kommunikation.

Kooperation: RW Architekten/Stadtplaner Köln

Landschaftsarchitektonischer Wettbewerb „Lennepromenade Iserlohn-Letmathe“ 2012 im Rahmen „LenneSchiene“ der REGIONALE 2013 Südwestfalen

Auslober: Stadt Iserlohn 

Die LENNE.SICHTEN

Die balkonartigen Aufweitungen verkörpern die regionalen Qualitäten Fels, Wasser, Holz, Metall und Energie. Der Flächenbelag wie die achsial angeordneten Sitzblöcke bestehen bodenständig aus dem örtlich anstehenden Kalkgestein des Lennegebirges. Ein transparentes Gewebe aus Stahldraht bildet die Brüstung zur abfallenden Uferböschung und dokumentiert die Tradition der metallverarbeitenden Industrie der Region.

Jede der nach Westen hin abfallenden Platzflächen versinnbildlicht eines der Themen Fels, Wasser, Holz, Metall und Energie und liefert über einen in eine Stele aus rohem Holz eingelassenen Monitor entsprechende Informationen.

Eine besondere Rolle kommt der an der Bogenbrücke gelegenen LENNE.SICHT zu. Die etwa 1,50 m über dem mittleren Wasserspiegel gelegene Platzfläche reicht vom Lenneufer bis unter die auskragende Betonplatte des Lennedamms. Über eine Stahltreppe erfolgt eine direkte Anbindung an die historische Brücke, die wiederum über den Stadtgang mit Innenstadt und Bahnhof verbunden ist. Aufgrund dieser besonderen Lage bietet sich hier ein möglicher Standort für ein Lennecafé auf der westlichen Brückenseite an.

Die Anbindung der Promenade an die Innenstadt Letmathes erfolgt über die zwei Entwicklungsachsen Stadtweg-Saalbau und Stadtweg-Bahnhof. Sie verbinden die Hagener Straße über die Promenade hinweg mit dem Stadtteil Genna und schaffen so eine wichtige Innerstädtische Vernetzung.

Die Anlage der Lennepromenade folgt konsequent dem Gedanken der wirtschaftlichen Nachhaltigkeit. Weite Teile der bestehenden Uferböschungen bleiben bestehen. Durch die gewählte Höhenlage kann auf den Bau von Stützmauern weitestgehend verzichtet werden. Die gewählten Materialien zu Flächenbefestigung sind wertbeständig und unempfindlich gegen Hochwassereinwirkung. Durch die mehrfache Anbindung der Lenneroute an die Innenstadt werden Touristen zum Stadtbesuch eingeladen.  

Durch den extensiven Ansatz entsteht eine offene und transparente Stadtkante, die neben der freien Sicht auf die Lenne und Ihr Tal, ein attraktives System von Rundwegen innerhalb der Stadt und in Vernetzung mit dem angrenzenden Landschaftsraum erschließt. Durch die Stärkung der bestehenden gastronomischen und kulturellen Angebote entsteht ein intensiv belebter Freiraum.

Kooperation: RW Architekten/Stadtplaner Köln

 

Saporisha-Platz in Oberhausen

Auftraggeber: OGM Oberhausener Gebäudemanagement GmbH in Kooperation mit Stadt Oberhausen Dezernat V Planen Bauen Wohnen

Gutachterverfahren: 2. Rang, 2009

Für die lange Gerade zwischen Bahnhof und Altmarkt wurde eine Bühne der Lyrik, des Wissens und des Lesens entwickelt. Unter Einbeziehung des Bert-Brecht-Hauses wurde eine urbane, selbstbewusst reduzierte Gestaltung gewählt, die mit den zwei Polen „Foyer“ und „Bert-Brecht-Platz“ große Aufenthaltsqualität bietet und ein hohes Maß an Identifikation fördert. Durch die geänderte Wegeführung, die Förderung der barrierefreien Fußgängererschließung, wird eine familien-freundliche, generationsübergreifende Aufwertung des gesamten Bert-Brecht-Quartiers erreicht. Der heute vom PKW-Verkehr dominierte Platz wird in Verbindung mit dem Umbau des Bert-Brecht-Hauses. zum kulturellen Mittelpunkt der City.

Kooperation: RW Architekten/Stadtplaner Köln

Der Garten Hardt in Wuppertal – von der Gründung bis heute

Auslober: Stadt Wuppertal
 
Realisierungswettbewerb im Rahmen der Regionale 2006:
1. Preis Januar 2004
 

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde die Hardt als romantischer Park zwischen den Siedlungsschwerpunkten Barmen und Elberfeld gegründet. Der Botanische Garten fand seinen jetzigen Standort auf dem Gelände der Eller’schen Villa im Jahre 1910. In Verbindung mit dem 1838 errichteten Elisenturm findet die Gartenanlage reiches Interesse bei Fachpublikum und Erholungssuchenden. Das nördlich der Elisenhöhe gelegene, ca. 3,6 ha große Areal wurde bis zur Schließung im Sommer 2004 als Stadtgärtnerei genutzt.

Im Rahmen eines Realisierungswettbewerbs entwickelten Ende 2003 sechs Planungsteams aus Landschaftsarchitekten und Architekten Ideen für eine Umgestaltung des Geländes. Ziel des Auslobers war es, auf den umgenutzten Flächen einen „Neuen Garten“ zu schaffen, der die Parkbereiche der Hardt zusammenwachen lässt und der bestehenden Parkanlage ein zeitgemäßes Erscheinungsbild verleiht. 

Ein Demonstrationsgewächshaus sollte als öffentlich zugängliches Schauhaus unterschiedliche Pflanzenausstellungen ermöglichen, aber auch Raum für Vorträge und Veranstaltungen zum Thema Botanik, Ökologie und Nachhaltigkeit bieten. 

Basierend auf der Empfehlung der Preisgerichtssitzung im Januar 2004 und auf Beschluss des Steuerungsgremiums wurde das Planungsteam ARGE RW Architekten Stadtplaner, Köln  / ST-Freiraum  Landschaftsarchitekten, Duisburg mit der weiteren Planung beauftragt.